Das europaweit tätige Montage- und Anlagenbau-Unternehmen Röhrs AG aus Soltau hat am 29.07.2016 den Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Celle gestellt. Hauptgrund für diesen Schritt ist ein Rechtsstreit mit einem Großkunden des Unternehmens.

 

 

 

 

 

Seit über 40 Jahren ist die Röhrs AG in Bereichen Industriemontagen, Industrieservice, Anlagen- und Apparatebau erfolgreich tätig. Heute erstreckt sich der Wirkungskreis über fast ganz Europa und das Unternehmen liefert Maschinen- und Anlagenteile und installiert und wartet diese.

 

In den Jahren 2011 und 2012 hatte die Röhrs AG hohe Investitionen in den Bereich Kraftwerkstechnik gesteckt. Die Ereignisse in Fukushima und die daraus resultierende staatliche Einflussnahme hinsichtlich geänderter Rahmenbedingungen, führten zu einer drastischen Verschlechterung der Marktbedingungen im Energietechniksektor. In der Folge mussten die Aktivitäten im Energiesektor in 2015 endgültig beendet und Verluste in Millionenhöhe mussten verkraftet werden, die das Unternehmen erheblich belasteten.

 

Seit 2015 befand sich das Unternehmen in einem Sanierungsprozess, der zwar erfolgreich war, aber letztlich nicht zum Erfolg führte, da ein deutscher Großkonzern unberechtigt Zahlungen im 7-stelligen Bereich verweigert. Der andauernde Rechtsstreit wird noch einige Monate in Anspruch nehmen und die Röhrs AG ist leider nicht in der Lage den gesamten Liquiditätsbedarf der kommenden Monate aus eigener Kraft zur Verfügung zu stellen. All dies führte dazu, dass der Vorstand einen Insolvenzantrag nach § 270a der Insolvenzordnung stellen musste. Es erfolgt eine Eigenverwaltung und diese wurde am 01.08.2016 durch das Amtsgericht Celle angeordnet. Als vorläufiger Sachwalter wurde Herr Dr. jur. Rainer Eckert, Robert-Enke-Str. 1 in 30169 Hannover bestellt.

 

Die Löhne und Gehälter der 150 Mitarbeiter sind in der Sanierungsphase durch das Insolvenzgeld gesichert. Der Vorstand erarbeitet derzeit gemeinsam mit dem Sachwalter das Sanierungs- und Zukunftskonzept des Unternehmens.

 

Mit Beschluss des Amtsgerichts Hannover - Insolvenzgericht - vom 29.06.2016 wurde die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen des Herrn Manfred Horst Sohmer als Inhaber des Geschäftsbetriebes mit der Geschäftsbezeichnung „Metropol Fahrdienst“, Droste Straße 41, 30161 Hannover, angeordnet und Frau Rechtsanwältin Dr. Stefanie Zulauf zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt (Gs.-Nr. 905 IN 451/16 - 4 -).

 

METROPOL

Fahrdienst

 

Die Firma "Metropol Fahrdienst“ hat sich an den Standorten Hannover und Oldenburg auf den Transport von medizinischen Proben zwischen Arztpraxen und Laboren spezialisiert. Der Geschäftsbetrieb wird derzeit mit 48 Mitarbeitern an den Standorten Hannover und Oldenburg vollumfänglich aufrechterhalten. Die vorläufige Insolvenzverwalterin prüft derzeit die wirtschaftliche Situation und die Möglichkeiten der Sanierung des Unternehmens.

 

Hannover, 06.07.2016

 

Presse-Info

 

 

METRIC mobility solutions saniert sich in Eigenverwaltung

 

Hannover, 3. Juli 2016. Die „METRIC mobility solutions AG“ saniert sich über ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Das Technologieunternehmen hatte beim zuständigen Insolvenzgericht Hannover einen entsprechenden Antrag gestellt, dem das Gericht am Freitag folgte.

 

Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens wird in vollem Umfang fortgeführt. Alle Aufträge werden weiter produziert und ausgeliefert. Die Löhne und Gehälter der 232 Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Die ausländischen Tochtergesellschaften sind von dem Insolvenzverfahren nicht unmittelbar betroffen.

 

Bei einem (vorläufigen) Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bleibt die unternehmerische Verantwortung in den Händen der Geschäftsführung. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Insolvenzgericht Dr. Rainer Eckert, Namenspartner der Kanzlei Eckert Rechtsanwälte. Die Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters statt – wie sonst bei Eigenverwaltungen üblich – eines vorläufigen Sachwalters war aus Sicht des Unternehmens notwendig. Andernfalls hätten nach der Rechtsprechung des zuständigen Insolvenzgerichts im vorläufigen Insolvenzverfahren keine rechtssicheren Lieferbeziehungen begründet werden können.

 

„Die METRIC mobility solutions AG ist ein im Kern zukunftsfähiges Unternehmen mit wettbewerbsfähigen Produkten“, betonte Eckert heute in Hannover. „Die Chancen für eine Sanierung des Unternehmens stehen deshalb gut.“ Eckert gehört zu den renommiertesten deutschen Insolvenzverwaltern und hat u.a. den Logistikdienstleister Netrada, den Wohnmobilhersteller Westfalia und die AWO-Kliniken, Hannover, saniert.

 

Der vorläufige Insolvenzverwalter befindet sich bereits Gesprächen mit dem Vorstand und deren Beratern und macht sich ein Bild der Lage. Eckert wird zudem in Kürze Kontakt zu Kunden und Lieferanten aufnehmen. Insolvenzrechtlich begleitet wird das Unternehmen von dem namhaften Sanierungsexperten Rechtsanwalt Manuel Sack von der Kanzlei Brinkmann & Partner, Hannover. Der Insolvenzantrag war notwendig, nachdem eine Überbrückungsfinanzierung zur Überwindung eines Liquiditätsengpasses kurzfristig abgelehnt wurde.

 

 

Über die METRIC mobility solutions AG

 

 

Die METRIC-Gruppe mit Sitz in Hannover sowie Standorten in Großbritannien und den USA ist ein führender Lösungs- und Service-Partner für Systeme zum Erfassen, Validieren und Verarbeiten von Daten. Das Produktportfolio umfasst unter anderem Ticketingsysteme, mobile Terminals zur Datenerfassung sowie Parksysteme. Zu den Kunden gehören führende Verkehrs- und Handelsunternehmen. Die METRIC mobility solutions AG ist im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

 

Weitere Informationen unter: www.metric-group.com

 

 

Pressekontakt:

Christoph Möller  

möller pr GmbH  

Telefon: +49 (0)221 80 10 87-87  

Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 www.moeller-pr.de

Mit Beschluss des Amtsgerichts Hildesheim - Insolvenzgericht - vom 23.05.2016 wurde die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der UB Sicherheit UG (haftungsbeschränkt),  Escherder Kirchweg 19, 31180 Giesen, angeordnet und Frau Rechtsanwältin Dr. Stefanie Zulauf zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt (Gs.-Nr. 50 IN 58/16).

 

 

Die UB Sicherheit UG (haftungsbeschränkt) ist im Bereich der Erbringung von Sicherheitsdienstleistungen, insbesondere auch für Großveranstaltungen, tätig. Der Geschäftsbetrieb wird derzeit mit 26 Mitarbeitern vollumfänglich aufrechterhalten. Die vorläufige Insolvenzverwalterin prüft gemeinsam mit dem Geschäftsführer die wirtschaftliche Situationen und die Möglichkeiten der Fortführung des Unternehmens.

 

Hannover, 25.05.2016